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Wie funktioniert die Laserbehandlung?

In unserem Downloadbereich finden Sie einen Film zur Operation.

LASIK - Methode
(Laser in situ Keratomileusis)

Wie funktioniert die Laser-Behandlung?


1. Ein automatisiertes Messer (Mikrokeratom) oder ein Femtosekundenlaser wird auf dem Auge genau positioniert und dazu verwendet, um eine sehr dünne Lamelle (Flap) von 100-130 µm (0.1 - 0.13 mm) von der Vorderseite der Hornhaut zu schneiden.
 


2. An einer Seite bleibt dieser Flap mit der Hornhaut verbunden. Dieser Steg (Hinge) wirkt wie ein Scharnier, wenn im weiteren Verlauf die Lamelle zur Seite gefaltet wird. Durch das Zurückfalten der Lamelle wird das Stroma, der mittlere Bereich der Hornhaut, freigelegt.
 


3. Lichtpulse eines computergesteuerten Excimer-Lasers verdampfen einzelne Bereiche der Hornhautoberfläche.
Moderne Scanning-Spot Laser ermöglichen es, der Hornhautoberfläche in Sekundenschnelle und mit Mikrometergenauigkeit jede beliebige Form zu geben.
 


4. Nach der erfolgten Korrektur der Fehlsichtigkeit wird die Hornhautlamelle wieder auf ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt und wächst dort wieder fest.
 


Die LASIK wird seit 1994 angewandt und ist auch bereits in 10-Jahresstudien untersucht. Es liegt daher schon Langzeiterfahrung vor! Der Vorteil der LASIK gegenüber dem schon länger bekannten PRK-Verfahren besteht darin, dass die Oberfläche der Hornhaut nicht zerstört wird.
Daher ist die Narbenbildung nach der LASIK deutlich geringer als nach der PRK und Sie haben nach der Operation fast keine Schmerzen.
Die Hornhautoberfläche ist mit der Haut vergleichbar: eine große Abschürfung der Haut ist wesentlich schmerzhafter und hinterlässt eine größere Narbe als eine kleine Schnittwunde.
Ein anderer Vorteil ist die schnelle Rückkehr des Sehvermögens. Bereits einen Tag nach der Operation sieht die Mehrheit unserer Patienten 80% und mehr. Wenn allerdings Komplikationen eintreten, dann sind sie bei LASIK oft gravierender als bei PRK oder LASEK.


Femto-LASIK

Der Lamellenschnitt für die Entstehung des Flaps kann auch mit einem Laser, dem Femtosekundenlaser durchgeführt werden. Der Femto-Schnitt hat den Vorteil der grösseren Genauigkeit (Flapdicke auf 5 µm genau), aber den Nachteil zusätzlicher Kosten.

Nach der Voruntersuchung besprechen wir mit Ihnen ob der Einsatz des Femtosekundenlasers sinnvoll oder gar notwendig ist.


 

PRK (Photorefraktive Keratektomie)

Die PRK wird seit 1988 angewandt. Hinter diesem unaussprechlichen Fremdwort verbirgt sich das “Abschleifen” der Hornhaut mit einem Excimerlaser.

Bei diesem Verfahren wird zunächst die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, mechanisch entfernt. Bei der sogenannten LASEK lockern wir das Epithel mit 20% Alkohol auf. Anschließend wird mittels eines Excimerlasers die Hornhautoberfläche gezielt abgetragen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen.

In fast allen Fällen der PRK/LASEK wird am Ende Mitomycin C für 20 Sekunden angewendet um die mögliche Vernarbung zuverlässig zu verhindern. Das Epithel bildet sich in wenigen Tagen neu und schliesst die oberflächliche Wunde.

Nachteile der PRK bestehen in der langsameren Heilung und in den zum Teil deutlichen Schmerzen nach der Operation. Was Erfolgs- und Komplikationsrate anbetrifft, sind PRK und LASIK im Bereich von +1.0 dpt bis -5.0 Dioptrien etwa gleichwertig.

Auch das mit viel Marketing angepriesene Verfahren CTEN ist nichts anders als eine PRK, bei der das Epithel mit dem Laser abgetragen wird. Dieses Verfahren gibt es schon seit mehr als 15 Jahren, ist also mitnichten ein modernes Verfahren. Der Vorteil ist seine Geschwindigkeit (die Operation dauert weniger lang). Die Nachteile liegen bei einer schlechten Treffergenauigkeit, Problemen bei einer Wiederholungsbehandlung und der langsamen Erholung des Sehens.