Der refraktiv-chirurgische Lasereingriff

Gründe

Brille und Kontaktlinsen können nicht immer problemlos getragen werden.
Brillen sind im Freizeitbereich und insbesondere bei bestimmten Sportarten nicht optimal, aber auch bei bestimmten Berufen behindern Brillen (Beispiele: Schauspieler, Koch, Polizist......).
Auch kosmetische Argumente können gegen Brillen sprechen. In den meisten Fällen kann dieser Behinderung aber mit Kontaktlinsen abgeholfen werden.
Kontaktlinsen können aber auch nicht von allen Personen getragen werden. Oft gelingt eine Kontaktlinsenversorgung eine gewisse Zeit, jedoch entsteht nach Jahren eine Reizung des Auges durch den „Fremdkörper” Linse, was dann zur Kontaktlinsenintoleranz führt. Manchmal lässt auch die Qualität des Tränenfilms nach, auf dem die Kontaktlinse schwimmt. Nicht zuletzt begrenzt auch eine Allergie den Einsatz von Kontaktlinsen.


Wer ist geeignet?

Ganz generell sollten sich Patienten einen refraktiv-chirurgischen Eingriff nur dann überlegen, wenn sie mit Brillen oder Kontaktlinsen nicht oder nicht mehr zurechtkommen.
Folgende Kriterien sollten Sie allerdings erfüllen, um ein optimales Ergebnis zu ermöglichen:

  • Ihre Refraktion sollte stabil sein (nur minimale Brillenwert Veränderungen in den letzten zwei Jahren).
  • Sie sollten volljährig sein.
  • Ihre Hornhaut sollte eine genügende Dicke haben (wird bei der Voruntersuchung getestet).
  • Sie sollten gesund sein z.B. keine rheumatischen Erkrankungen
  • Ihre Augen sollten gesund sein.
  • Allergien stellen eigentlich keine Kontraindikation dar, jedoch ist es nicht sinnvoll, im akuten Schub zu operieren.


Wer ist NICHT geeignet?

Patienten mit Augenerkrankungen wie zum Beispiel Grauem Star, fortgeschrittenem Glaukom,
Hornhauterkrankungen, insbesondere Hornhautverdünnungen (Keratokonus und ähnliche) und Patienten mit unrealistischen Erwartungen. Jeder Eingriff beinhaltet ein gewisses Risiko. Im Falle des Lasereingriffes ist das Risiko sehr gering, trotzdem sollten Sie sich bewusst sein, dass dieses Risiko besteht.
Patienten, die nicht genügend über den Eingriff, dessen Nutzen und Grenzen informiert sind. Vorsichtshalber sollte eine Operation während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht avisiert werden.