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Symptome, Ursachen und zeitlicher Verlauf der Katarakt Symptome Die erste Veränderung der Augenlinse erfahren Patienten im Alter von 40-50 Jahren durch die Lesebrille. Die Linse verliert allmählich ihre jugendliche Flexibilität und kann nicht mehr auf verschiedene Distanzen scharfstellen (vergleichbar mit einem eingerosteten Distanzring beim Fotoapparat). Später entwickelt
sich die eigentliche Katarakt; dabei handelt es sich um eine Trübung
der Augenlinse. Ist die Linse getrübt, so kann auf der Netzhaut kein
klares Bild mehr entstehen. Der Patient betrachtet seine Umwelt wie durch
ein verkratztes Milchglas.
Ursachen Die Katarakt kann eine Vielzahl von Ursachen haben. Am häufigsten kommt die Alterskatarakt im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses des menschlichen Körpers vor. Eine Katarakt entwickeln daher Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens; die einen schon 45 Jahren, die anderen erst mit 75. Dieses zeitlich unterschiedliche Auftreten hängt, unter anderem, auch mit der UV-Licht-Exposition zusammen, der ein Mensch seines Lebens ausgesetzt war: Patienten aus Mittelmeerländern, zum Beispiel, entwickeln häufig früher eine Katarakt als Menschen aus dem nördlichen Europa. Daneben kann eine Katarakt auch aus anderen Gründen entstehen:
Zeitlicher Verlauf der Katarakt Dieser ist von Patient zu Patient verschieden. Erste Veränderungen betreffen das eingangs erwähnte Scharfstellen auf verschiedene Distanzen (Flexibilitätsverlust der Linse). Später tritt oft ein erhöhtes Blendungsgefühl auf. Das Fortschreiten der Linsentrübung erfolgt manchmal schnell (innert Monaten), bei anderen langsam und über Jahre hinweg. Die Katarakt macht das Auge zudem immer stärker kurzsichtig. Typisch ist also, dass sich die Stärke der benötigten Brillengläser rasch ändert. Dies kann während einiger Monate durchaus einen positiven Effekt haben: ein zuvor weitsichtiges Auge wird kurzsichtig (“Meine Grossmutter braucht seit einigen Monaten keine Brille mehr zum Lesen”). Allerdings nehmen zur gleichen Zeit Blendungsgefühl und das “Sehen wie durch ein Milchglas” ebenfalls zu.
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