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1. Entropium (nach innen gedrehtes Unterlid) Bei einem Entropium handelt es sich um einen nach innen gedrehtes Unterlid. Ein nur wenig ausgeprägtes Entropium verursacht vorerst nur geringe Beschwerden. Diese Erkrankung sollte dennoch aus medizinischer Sicht aus folgenden Gründen behandelt werden:
Ursachen Am häufigsten
tritt das Entropium als Alterserscheinung auf, wenn das Gewebe der
Lider sowohl horizontal wie auch vertikal erschlafft.
Die Entropium-Operation Beruht das Entropium auf einer Altersveränderung, dann kann es durch eine horizontale und vertikale Straffung des Unterlides (medizinische Lidstraffung) korrigiert werden. Die horizontale
Erschlaffung wird korrigiert, indem das Unterlid am äusseren
Rand gestrafft wird. Vor dem eigentlichen Eingriff entscheiden wir
über die Schnittführung, die zu einem optimalen Ergebnis
führt. Mit einem Stift zeichnen wir dazu eine exakte Skizze
auf die Haut. Zuerst wird ein Hautschnitt gelegt. Dann wird der
unter der Haut liegende Muskel freipräpariert und durchtrennt.
Das gesamte Unterlid wird nun am äusseren Lidwinkel abgetrennt
und nach Entfernen eines Blockes neu fixiert. Zur Korrektur der
vertikalen Erschlaffung wird ein Schnitt unter dem Unterlid durchgeführt
und der Muskel, der das Unterlid nach aussen dreht, mit Nähten
gestärkt. Zuletzt wird der Schnitt unter dem Unterlid vernäht.
Die
Risiken und Komplikationen Infektionen des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch behandelt. Bei 2 von 100 Patienten entsteht eine Überkorrektur. Diese lässt meistens innerhalb von 6 Wochen von alleine nach. Ist dies nicht der Fall, so kann eine zweite Operation nötig werden. Das am häufigsten
vorkommende Problem nach dieser Operation ist, dass zwar eine deutliche
Verbesserung erzielt, jedoch keine völlige Normalisierung der
Lidstellung erreicht werden kann. Ein perfektes Resultat zu erzielen,
2. Ektropium (nach aussen gedrehtes Unterlid) Bei einem
Ektropium handelt es sich um einen nach aussen gekehrten Rand
des Unterlides.
Ursachen Am häufigsten tritt das Ektropium als Alterserscheinung auf, wenn das Gewebe der Lider vorwiegend in der Horizontalen erschlafft. Weiterhin kann ein Ektropium in selteneren Fällen auch durch Hauterkrankungen, Infektionen oder eine Vernarbung der Haut des Unterlides entstehen.
Art der Operation Ist
das Ektropium durch eine horizontale Erschlaffung des Lidgewebes
bedingt, dann kann eine operative Straffung des Lides helfen.
Das gesamte Unterlid wird nun am äusseren Lidwinkel abgetrennt und nach Entfernen eines Blockes und Präparation neu fixiert. Zuletzt wird der Schnitt unter dem Unterlid vernäht. Die Operationsdauer beträgt circa 45 Minuten. Sonderfall:
Ist das Ektropium durch eine Verkürzung von Unterlid-Haut
verursacht (Narbe, Hauterkrankung), dann ist eine Hauttransplantation
nötig, um den Zug, den die Haut am Unterlid ausübt,
zu mindern. Die Haut wird dabei entweder aus dem Oberlid der gleichen
Seite oder der
Risiken und Komplikationen Infektionen des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch behandelt. Das am häufigsten vorkommende Problem nach der Ektropium-Operation ist, dass zwar eine Verbesserung erzielt werden kann, jedoch in 10% der Fälle keine Normalisierung der Lidstellung erreicht werden kann. Ein perfektes Resultat zu erzielen, ist also nicht immer möglich; vor allem dann nicht, wenn das Ektropium schon seit längerer Zeit besteht.
3. Triefaugen (Horizontale Unterliderschlaffung) Ursachen Triefaugen treten auf, wenn die Unterlider im Laufe des Altersprozesses ihre horizontale Spannung verlieren. Sie „leiern“ langsam aus und sacken nach unten ab. Typischerweise tritt diese Veränderung im höheren Alter auf. Sie kann aber bei entsprechend veranlagten Menschen mit einem eher schwachen Bindegewebsapparat bereits früh auftreten. Bei älteren Menschen können Triefaugen auch nach einer unsachgemäss durchgeführten Tränensackoperation auftreten, nämlich dann, wenn nur der Hautüberschuss unter dem Unterlid entfernt und nicht gleichzeitig auch das Unterlid selber gestrafft wird. In diesem Fall wird das gesamte Unterlid nach unten gezogen.
Medizinische Gründe für die Operation Eine Korrektur der Triefaugen ist aus medizinischer Sicht notwendig, wenn das Unterlid so weit nach unten steht, dass der Tränenfilm nicht mehr korrekt auf dem Auge verteilt wird. Diese Erkrankung sollte aus medizinischer Sicht aus folgenden Gründen behandelt werden:
Die horizontale Unterlidverkürzung Die Operation entspricht der Operation beim Ektropium.
Risiken und Komplikationen Infektionen
des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser
Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch
behandelt. Ein perfektes Resultat zu erzielen, ist also nicht immer möglich; vor allem dann nicht, wenn das Triefauge schon seit längerer Zeit besteht.
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