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Erkrankungen der Augenlider 1. Entropium (nach innen gedrehtes Unterlid) Bei einem Entropium handelt es sich um ein nach innen gedrehtes Unterlid. Ein nur wenig ausgeprägtes Entropium verursacht vorerst nur geringe Beschwerden. Jedoch sollte bedacht werden:
Ursachen Am häufigsten tritt das Entropium als Alterserscheinung auf, wenn das Gewebe der Lider sowohl horizontal wie auch vertikal erschlafft. Selten kann ein Entropium auch durch eine Vernarbung von Gewebe an der Innenseite des Unterlides entstehen.
Die Entropium-Operation Beruht das Entropium auf einer Altersveränderung, dann kann es durch eine horizontale und vertikale Straffung des Unterlides (medizinische Lidstraffung) korrigiert werden. Die horizontale Erschlaffung wird korrigiert, indem das Unterlid am äusseren Rand gestrafft wird. Vor dem eigentlichen Eingriff entscheiden wir über die Schnittführung, die zu einem optimalen Ergebnis führt. Mit einem Stift zeichnen wir dazu eine exakte Skizze auf die Haut. Zuerst wird ein Hautschnitt gelegt. Dann wird der unter der Haut liegende Muskel freipräpariert und durchtrennt. Das gesamte Unterlid wird nun am äusseren Lidwinkel abgetrennt und nach Entfernen eines Blockes neu fixiert. Zur Korrektur der vertikalen Erschlaffung wird ein Schnitt unter dem Unterlid durchgeführt und der Muskel, der das Unterlid nach aussen dreht, mit Nähten gestärkt. Zuletzt wird der Schnitt unter dem Unterlid vernäht. Die Operationsdauer beträgt circa 45 Minuten. Die Erfolgsrate liegt bei diesem Eingriff bei ca. 90%.
Risiken und Komplikationen Infektionen des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch behandelt. Bei 2 von 100 Patienten entsteht eine Überkorrektur. Diese lässt meistens innerhalb von 6 Wochen von alleine nach. Ist dies nicht der Fall, so kann eine zweite Operation nötig werden. Das am häufigsten vorkommende Problem nach dieser Operation ist, dass zwar eine deutliche Verbesserung erzielt, jedoch keine völlige Normalisierung der Lidstellung erreicht werden kann. Ein perfektes Resultat zu erzielen, ist also nicht immer möglich; vor allem dann nicht, wenn das Entropium schon seit längerer Zeit besteht.
Vorher (scheuernde Wimpern)
Nach der Operation, normale Lidstellung
2. Ektropium (nach aussen gedrehtes Unterlid) Bei einem
Ektropium handelt es sich um einen nach aussen gekehrten Rand
des Unterlides.
Vor der Operation
Nach der Operation, normale Lidstellung
Ursachen Am häufigsten tritt das Ektropium als Alterserscheinung auf, wenn das Gewebe der Lider vorwiegend in der Horizontalen erschlafft. Weiterhin kann ein Ektropium in selteneren Fällen auch durch Hauterkrankungen, Infektionen oder eine Vernarbung der Haut des Unterlides entstehen.
Die Operation: horizontale Unterlidkürzung Ist das Ektropium durch eine horizontale Erschlaffung des Lidgewebes bedingt, dann kann eine operative Straffung des Lides helfen. Vor dem eigentlichen Eingriff entscheiden wir über die Schnittführung,
die zu einem optimalen Ergebnis führt. Mit einem Stift zeichnen
wir dazu eine exakte Skizze auf die Haut. Zuerst wird ein Hautschnitt
gelegt. Dann wird der unter der Haut liegende Muskel freipräpariert
und Sonderfall:
Ist das Ektropium durch eine Verkürzung von Unterlid-Haut
verursacht (Narbe, Hauterkrankung), dann ist eine Hauttransplantation
nötig, um den Zug, den die Haut am Unterlid ausübt,
zu mindern. Die Haut wird dabei entweder aus dem Oberlid der gleichen
Seite oder der
Risiken und Komplikationen Infektionen des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch behandelt. Das am häufigsten vorkommende Problem nach der Ektropium-Operation ist, dass zwar eine Verbesserung erzielt werden kann, jedoch in 10% der Fälle keine Normalisierung der Lidstellung erreicht werden kann. Ein perfektes Resultat zu erzielen, ist also nicht immer möglich; vor allem dann nicht, wenn das Ektropium schon seit längerer Zeit besteht.
Ursachen Triefaugen treten auf, wenn die Unterlider im Laufe des Altersprozesses ihre horizontale Spannung verlieren. Sie „leiern“ langsam aus und sacken nach unten ab. Typischerweise tritt diese Veränderung im höheren Alter auf. Sie kann aber bei entsprechend veranlagten Menschen mit einem eher schwachen Bindegewebsapparat bereits früh auftreten. Bei älteren Menschen können Triefaugen auch nach einer unsachgemäss durchgeführten Tränensackoperation auftreten, nämlich dann, wenn nur der Hautüberschuss unter dem Unterlid entfernt und nicht gleichzeitig auch das Unterlid selber gestrafft wird. In diesem Fall wird das gesamte Unterlid nach unten gezogen.
Medizinische Gründe für die Operation Eine Korrektur der Triefaugen ist aus medizinischer Sicht notwendig, wenn das Unterlid so weit nach unten steht, dass der Tränenfilm nicht mehr korrekt auf dem Auge verteilt wird. Diese Erkrankung sollte aus medizinischer Sicht aus folgenden Gründen behandelt werden:
Die horizontale Unterlidverkürzung Die Operation entspricht der Operation beim Ektropium.
Risiken und Komplikationen Infektionen des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch behandelt. Das am häufigsten vorkommende Problem nach der Operation der Triefaugen ist, dass zwar eine Verbesserung erzielt, jedoch in 10% der Fälle keine Normalisierung der Lidstellung erreicht werden kann. Ein perfektes Resultat zu erzielen, ist also nicht immer möglich; vor allem dann nicht, wenn das Triefauge schon seit längerer Zeit besteht.
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