Allfällige Risiken

Die weitaus meisten Patienten sind vom Ergebnis des refraktiven Eingriffes beeindruckt und zufrieden.
Dennoch muss man, wie bei jedem medizinischen Eingriff, mit Risken während und nach der Behandlung rechnen. Somit müssen Sie sich mit den möglichen Grenzen und Risiken eines refraktiven Eingriffes noch vor der Behandlung vertraut machen.


Unter- oder Überkorrekturen

Ein grosser Prozentsatz der Patienten (je nach Ausgangsrefraktion 85% bis 99%) erreicht ein Sehvermögen von 100% ohne eine zusätzliche Korrektur durch eine Brille oder Kontaktlinse.

Jedoch kann es sein, dass Sie nach der Behandlung immer noch Kontaktlinsen oder eine Brille benötigen, wenn auch mit weit geringeren Dioptriewerten. Dieses gilt vor allen für Tätigkeiten, bei denen Sie auf sehr gutes Sehen angewiesen sind (z.B. Autofahren).

Die Ergebnisse bei Patienten mit Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) oder mit sehr hohen Korrekturen sind oft nicht so gut wie bei Patienten mit nur geringer Fehlsichtigkeit.

Sie sollten auf jeden Fall Ihr persönlich zu erwartendes Ergebnis mit Ihrem Augenarzt besprechen und auch gegebenenfalls akzeptieren, dass Sie selbst nach der Operation noch eine geringe Brille oder Kontaktlinsen benötigen.
In den meisten Fällen kann durch eine Nachoperation die Unter- oder Überkorrektur behoben werden.


Stabilität des Ergebnisses

Die Sehfähigkeit, welche Sie schon kurze Zeit nach der Operation erreichen können, kann sich mit der Zeit wieder etwas verschlechtern.

„Trockene Augen”: Als Folge der Operation kann es in den ersten Wochen zu einer Störung der Tränenproduktion kommen. Dieser Zustand wird in den meisten Fällen in den ersten Monaten besser. Ihr Augenarzt kann mittels entsprechender Therapie diesem Symptom effektiv entgegenwirken.

“Sands of Sahara”: Bei einigen Patienten kommt es zu einer Entzündung unter dem Flap. Diese kann mit entzündungshemmenden Tropfen gut behandelt werden und hinterlässt in den allermeisten Fällen keine Spätfolgen.


Generelle Komplikationen

Schwere Komplikationen sind bei richtiger Indikationsstellung extrem selten.
Infektionen werden in weniger als 1 auf Zehntausend Fällen berichtet.
Schnittfehler bei LASIK kommen in 1-3% der Fälle vor, führen allerdings auch dann selten zu Visuseinbussen.
In Einzelfällen kann es zu Einwachsungen von Epithel unter die Lamelle gekommen, was manchmal eine Wiederholung der Operation nötig macht.
Als Folge dieser möglichen, aber seltenen Komplikationen kommt es in weniger als 1% der Fälle zu einer Verminderung des Sehvermögens. Aber auch diese Zahl kann durch Nachbehandlungen nochmals gesenkt werden.


“Vergessen Sie nicht, nach der Behandlung gegebenenfalls den Eintrag in
Ihrem Führerschein beim Strassenverkehrsamt betreffend Fahren mit Brille oder
Kontaktlinsen ändern zu lassen.”