Das gesamte IROC Team wünscht Ihnen besinnliche und harmonische Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018.

Die Augenklinik ist vom 23.12.2017 bis 07.01.2018 geschlossen.
Wir freuen uns, Sie im neuen Jahr wieder bei uns begrüssen zu dürfen.
The entire IROC team wishes you peaceful and pleasant Christmas and a happy new year 2018.

The Eye Clinic is closed from 23.12.2017 to 07.01.2018.
We are looking forward to welcome you again in the new year.

Keratokonus Zürich

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Keratokonus - eine progressive Hornhauterkrankung

Unter der Augenkrankheit Keratokonus versteht man die fortschreitende Ausdünnung und kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut des Auges. In vielen Fällen ist der Keratokonus erblich bedingt.


Das erste Symptom des Keratokonus ist eine einseitige schleichende Sehverschlechterung innerhalb von Wochen bis Monaten. Der daraufhin konsultierte Optiker oder Augenarzt misst eine Verschlechterung des Brillenwerts der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Diese Symptome sollten Sie als Patient hellhörig werden lassen und eine gründliche Abklärung beim Spezialisten in Betracht ziehen. In den allermeisten Fällen treten Beschwerden während oder kurz nach der Pubertät auf, weshalb gerade Eltern von Patienten eine Schlüsselrolle bei der Frühdiagnose einnehmen. Je früher der Keratokonus erkannt und behandelt wird desto besser ist der langfristige Therapieerfolg!


Die Augenärzte der IROC Augenklinik in Zürich verfügen schweizweit über die längste Erfahrung in der Diagnose und Behandlung des Keratokonus und stellen ein internationales Referenzzentrum dar.


Meist beginnt der Keratokonus einseitig, das Partnerauge ist in der Regel jedoch mitbetroffen. Als Nebendiagnose werden viele Keratokonuspatienten oft kurzsichtig. Männer sind etwa doppelt so häufig vom Keratokonus betroffen wie Frauen, insgesamt betrachtet tritt die Erkrankung in unserer Bevölkerung bei einem von 2.000 Menschen auf. In nahöstlichen Bevölkerungen steigt die Häufigkeit auf 1:300 an. Bis zum Jahr 2000 bestand die einzige Therapie des Keratokonus darin, die erkrankte Hornhaut zu entfernen und durch eine Spender-Hornhaut zu ersetzen (Hornhauttransplantation). Eine solche Operation ist jedoch eine Organverpflanzung mit den damit verbundenen Risiken und Komplikationen. Ein angemessenes Sehvermögen wird durch diese Variante manchmal erst 2 Jahre nach der Hornhauttransplantation erreicht.


Im Jahr 1996 entwickelte der IROC Chefarzt Professor Dr. Dr. Theo Seiler und sein Forschungsteam in Dresden die Operationstechnik des kornealen Crosslinkings zur Behandlung des Keratokonus. Im Jahr 1999 wendete er als erster Arzt weltweit diese innovative Technologie erfolgreich zur Behandlung von Menschen mit Keratokonus an. Auch heute stellt die Forschung zum Keratokonus eine wichtige Aufgabeder IROC Augenklinik in Zürich dar, was die kürzliche Entwicklung des "customized Crosslinking" gemeinsam mit der Firma Avedro zeigt.


Im Gegensatz zur Hornhauttransplantation stellt das Crosslinking ein weniger invasives und komplikationsärmeres Verfahren zur Behandlung des Keratokonus dar. Beim gering wie auch moderat fortgeschrittenen Keratokonus empfehlen wir grundsätzlich ein "customized Crosslinking". Beim sehr stark fortgeschrittenem Keratokonus hingegen ist eine Hornhauttransplantation meist der bessere Weg, um langfristig eine dauerhafte Sehverbesserung zu erreichen.


Wichtig für Sie als Patienten ist jedoch zu wissen, dass nicht jeder Mensch mit einem Keratokonus eine Behandlung benötigt. In gewissen Fällen stabilisiert sich der Keratokonus auch ohne Therapie und es sind nur regelmässige Untersuchungen zur Überwachung notwendig.

Keratokonus Behandlungsablauf & Heilungsprozess

Im Falle der Operation des Keratokonus mittels Crosslinking wird eine Versteifung der Hornhaut durch eine Kombination von UV-Bestrahlung und Riboflavin Augentropfen (Vitamin B2) erreicht. Primäres Ziel der Operation ist es, die Vorwölbung der Hornhaut zu stabilisieren, die gegenwärtige Form also "einzufrieren".


Der customized Crosslinking (CXL) Eingriff ist praktisch schmerzfrei und wird in Lokalanästhesie durchgeführt. Nach der Crosslinking-Behandlung treten moderate Schmerzen in den ersten 48 Stunden nach der Operation bei vielen Patienten jedoch auf. Die Rückkehr zu regulären Aktivitäten und zur Arbeit ist in der Regel nach 7-10 Tagen möglich. Aufgrund der technischen Anforderungen ist die IROC Augenklinik in Zürich das derzeit einzige Zentrum der Schweiz, das customized Crosslinking anbietet.

Vorteil Customized vs. Standard oder Accelerated Crosslinking

Im Gegensatz zum bis 2014 verwendeten Verfahren des "standard" oder "accelerated" Crosslinkings wird beim "customized" Crosslinking nicht mehr die gesamte Hornhaut sondern nur der kranke Teil der Hornhaut behandelt. Zusätzlich wird die UVA-Bestrahlung auf Ihre Hornhaut individuell angepasst. Direkt nach der Operation hat dies eine schnellere Heilung zur Folge, was das Infektionsrisiko wie auch die postoperativen Schmerzen verringert und das Crosslinking somit sicherer macht. Während es beim herkömmlichen Crosslinking in den ersten 12 Monaten nach der Operation nur in etwa 35% der behandelten Augen zu einer geringen Rückbildung des Konus (Regression) kommt, liegt diese Rate beim "customized" Crosslinking bei über 60%. Zusätzlich erfahren Patienten im Durchschnitt eine deutlich stärkere Regression, was sich in vielen Fällen positiv auf die unkorrigierte Sehfähigkeit auswirkt. Grössere internationale Studien konnten zeigen, dass customized Crosslinking die derzeit sicherste und effizienteste Methode zur Behandlung des Keratokonus darstellt!


Bei einem sehr stark fortgeschrittenen Keratokonus hilft in den meisten Fällen das Crosslinking jedoch nicht weiter, da eine langfristige Sehverbesserung nur selten möglich ist. In diesen Fällen bieten wir Ihnen das derzeit modernste Verfahren der Hornhauttransplantation an, die sogenannte "tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik" (DALK). Hierbei wird nur noch der krankhafte vordere Teil der Hornhaut transplantiert, was das Risiko einer Abstossung minimiert und eine schnellere Sehverbesserung zur Folge hat. Um die Operation mit der grösstmöglichen Präzision durchzuführen, findet an der IROC Augenklinik in Zürich jede Hornhauttransplantation standardmässig mit Hilfe eines Femtosekundenlasers statt.


Falls bei Ihnen bereits ein Keratokonus diagnostiziert wurde, steht Ihnen unser Team von Augenärzten jederzeit zur Verfügung, um sich mit Ihren Augen im Detail zu befassen. Mit modernsten bildgebenden Verfahren wie auch biomechanischen Untersuchungen an der Hornhaut können unsere Augenärzte die Stufe Ihres Keratokonus einschätzen und gegebenenfalls die nötigen therapeutischen Schritte mit Ihnen besprechen. Da die IROC Augenklinik in Zürich international als Referenzzentrum für Keratokonus agiert, bieten Ihnen unsere Augenärzte auch eine Zweitmeinung vor einem allfälligen Eingriff an.


Mehr über Keratokonus können Sie hier in unseren Fragen und Antworten nachlesen.