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Die Augenklinik ist vom 22. Dezember bis zum 2. Januar geschlossen.
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Makulatherapie

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Maculaerkrankungen

Die Makula ("Macula lutea", "gelber Fleck") ist die in der Mitte der Netzhaut ("Retina") befindliche "Stelle des schärfsten Sehens". Hier befindet sich die grösste Dichte an Sinneszellen der gesamten Netzhaut auf einem Areal von nur 1 bis 2 Millimetern Durchmesser.

Patienten, die an Erkrankungen der Makula leiden, können sehr unterschiedliche Grade einer Beeinträchtigung ihrer Sehfunktion aufweisen. Frühformen der Erkrankung gehen meist noch mit Beschwerdefreiheit einher, während fortgeschrittene Stadien zum kompletten Verlust der Sehschärfe führen können.

Schwerpunkte der Erkrankungsursachen sind das Alter, wie etwa bei der altersabhängigen Makuladegeneration, und bei Diabetes, der zu einer diabetischen Makulaerkrankung führen kann. Das gesamte Ursachenspektrum für krankhafte Veränderungen der Makulastruktur ist jedoch deutlich breiter.

Die Möglichkeiten der Diagnostik, vor allem aber der Therapie der Makula haben sich in den letzten Jahren geradezu revolutionär erweitert. Die Makula-Therapie gehört zu den innovativsten Spezialgebieten in der gesamten Augenheilkunde.

Vor allem Injektionen neu entwickelter Medikamente in den Glaskörperraum des Auges zählen heute zu den Standardeingriffen bei bestimmten Makulaerkrankungsformen, wie zum Beispiel der "feuchten Makuladegereration". Bei diesen kommt es entweder zum Wachstum undichter, "pathologischer" Gefässe, oder bestehende Gefässe werden flüssigkeitsdurchlässig und brüchig. Auch eine Kombination aus beiden Faktoren kann ursächlich für Blutungen und Flüssigkeitsansammlungen in der Makula sein. Die für diese Prozesse verantwortlichen Wachstumsfaktoren werden durch die heute zur Verfügung stehenden Medikamente gehemmt.

Die Frage, ob eine Therapie angezeigt ist, klärt eine sehr detaillierte Diagnostik des Zustands der Makula in unserem Zentrum. Bestätigt das Ergebnis der Diagnostik den Nutzen einer Therapie, so folgen ein ausführliches Therapiegespräch, die Therapieplanung und schliesslich die Therapie.

Gerne beraten wir Sie in allen Fragen zu Ihrer Makulaproblematik, basierend auf langjähriger internationaler Erfahrung auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Makulaerkrankungen.

Es kann auch Ihr Anliegen sein, sich über den Status Ihrer Makula und Möglichkeiten der Prophylaxe informieren zu wollen, etwa weil es in Ihrer Familiengeschichte Fälle von Makuladegeneration gegeben hat.

Behandlungsablauf



Iroc Zurich Macular therapy operation illustration Die Injektion von Substanzen, unter anderem Hemmstoffe von Wachstumsfaktoren („Anti-VEGF“), in den Glaskörperraum des Auges („intravitreale Injektion“) gehört inzwischen zu den am häufigsten durchgeführten operativ/therapeutischen Massnahmen in der Augenheilkunde überhaupt. Die durch die Wachstumsfaktoren ausgelöste Bildung pathologischer Blutgefässe und die durch deren Durchlässigkeit und Instabilität verursachte Flüssigkeitsansammlung in der Makula soll durch die Therapie gehemmt werden. Die Vorstellung einer Injektion in ein Auge löst bei den Patienten verständlicherweise zunächst einmal einen ängstlichen Schrecken aus. In dieser Hinsicht können wir unsere Patienten jedoch beruhigen. Betäubende Augentropfen, die wir mehrfach in das betroffene Auge geben, machen dieses schmerzunempfindlich. Bei der Injektion wird unter Umständen nur noch ein leichtes Druckgefühl wahrgenommen. Besonders wichtig ist eine gute Desinfektion des Auges, die wir mit einer verdünnten Jodlösung vor der Injektion erreichen. Nach der Desinfektion erfolgt dann die Injektion des Medikaments, 3.5 bis 4 mm vom äußeren unteren Hornhautrand entfernt, in den Glaskörper. Danach erhalten unsere Patienten eine antibiotikumhaltige Salbe und zum weiteren Schutz einen Augenverband, der allerdings bereits nach wenigen Stunden entfernt werden kann.
Innerhalb der ersten drei Tage nach der Injektion raten wir dem Patienten zu einer Kontrolle des injizierten Auges, entweder in unserer Sprechstunde oder in der Sprechstunde des überweisenden Arztes.

Die Erstbehandlung mit intravitrealen Injektionen sollte in der Regel drei Behandlungen im monatlichen Abstand einschließen. Weitere regelmässige Kontrollen der Entwicklung des erkrankten Auges sind notwendig, um ganz individuell auf den Patienten abgestimmt, den weiteren Injektionsrhythmus für das Auge festzulegen. Dies erfordert eine langfristige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Weitere Informationen zum Thema „intravitreale Injektionen“ haben wir in einer speziellen Aufklärungsbroschüre zusammengestellt, die wir für unsere Patienten vor einer geplanten Injektion bereithalten. Um die Sicherheit für unsere Patienten noch weiter zu erhöhen, werden die Injektionen von Medikamenten in den Glaskörperraum des Auges in unserem Augen-OP in der Bärengasse, in unmittelbarer Nähe zur Praxis in der Stockerstrasse, durchgeführt.

Potentielle Risiken einer Injektionsbehandlung in das Auge wie Entzündungen, eine Verletzung der Linse oder eine Netzhautablösung sind äußerst selten. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer solchen Komplikation liegt unter 0,1 %.

Fragen und Antworten

Aufgrund der Komplexität der Thematik wird nachfolgend hauptsächlich auf Fragen hinsichtlich der Ablauforganisation eines OP-Tages eingegangen.

Was versteht man unter dem Begriff „Makula“?

Als Makula wird die in der Mitte der Netzhaut gelegene Zone des menschlichen Auges bezeichnet. Hier ist die grösste Dichte an Sinneszellen der gesamten Netzhaut vorhanden. Die Makula ist verantwortlich für unser scharfes Sehen.

Welche Erkrankungen der Makula werden am häufigsten diagnostiziert?

Die am häufigsten diagnostizierte Makulaerkrankung ist die altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Zu den in unserer Klinik ebenfalls häufig diagnostizierten und behandelten Erkrankungen der Makula zählen die diabetische Makulaerkrankung (diabetische Makulopathie) und die Makulaerkrankung als Folge von venösen Gefäßverschlüssen der Netzhaut (Makulaödem nach Venenastverschlüssen). Es gibt jedoch zahlreiche weitere Erkrankungsformen der Makula aufgrund unterschiedlicher Ursachen.

Sind diese Makulaerkrankungen therapierbar?

Zahlreiche Erkrankungen der Makula können heute erfolgreich therapiert werden. Ob die erkrankte Makula im Einzelfall einer erfolgversprechenden Behandlung zugänglich ist, muss zuvor eine detaillierte Diagnostik klären. Hier werden Erkrankungsursache, Erkrankungstyp und Erkrankungsstatus bestimmt. In vielen Fällen kann durch eine Therapie die zuvor reduzierte Sehfunktion wieder verbessert, zumindest aber eine weitere Verschlechterung verhindert werden. Je früher und je konsequenter eine Behandlung erfolgt, desto besser sind die Erfolgsaussichten für die Funktion der erkrankten Makula.

Was versteht man unter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD)?

Die altersabhängige Makuladegeneration ist die am häufigsten diagnostizierte Erkrankung der Makula. Neben genetischen und anderen Faktoren spielt für die Entstehung das Alter eine entscheidende Rolle. Im Rahmen des Älterwerdens können die für eine gute Makulafunktion notwendigen komplizierten Stoffwechselmechanismen zunehmend gestört werden. Die für die uneingeschränkte Funktion der Sinneszellen wichtigen Ernährungsschichten, die Pigmentschicht, das „Pigmentepithel“, und die Gefäßschicht (die „Aderhaut“), werden dabei ihrer Aufgabe immer weniger gerecht. Es kommt zur Anreicherung von Stoffwechselabbauprodukten und zu einer zunehmenden Schädigung des Gewebes.

Welche Verlaufsformen der AMD werden unterschieden?

Es werden eine „trockene“ und eine „feuchte“ altersabhängige Makuladegeneration unterschieden.

Wodurch sind die „trockene“ und die „feuchte“ Verlaufsform der Makula charakterisiert?

Die trockene AMD weist sehr häufig sogenannte „Drusen“ auf, die als lokal verdichtete Ansammlungen von Stoffwechselabbauprodukten in den Makulaschichten anzusehen sind. Im Rahmen der weiteren degenerativen Entwicklung kann es zu einem Gewebeuntergang („Atrophie“) kommen, der alle Schichten der Makulastruktur einbezieht. Von einer Spätform der trockenen AMD spricht man, wenn es zu einem großflächigen Gewebeuntergang („geographische Atrophie“) gekommen ist. Bei der feuchten AMD entstehen in der Aderhautschicht des Auges neue Gefäße, die nicht die Struktur und Eigenschaften normaler Aderhautgefäße aufweisen. Diese können in die Netzhautstrukturen vorwachsen. Sie sind durchlässig für Flüssigkeit, die in die Umgebung austreten kann und sie neigen zu Blutungen. Unbehandelt führt die feuchte AMD zu einem raschen Gewebsuntergang mit massivem Sehfunktionsverlust.

Kann eine trockene Form der AMD in eine feuchte Form übergehen?

Ja. Die trockene Verlaufsform der AMD kann in eine feuchte Form übergehen. Dieser Übergang ist für den Patienten meist von Symptomen begleitet.

Welche Symptome kennzeichnen die feuchte Form der AMD, beziehungsweise den Übergang von einer trockenen in eine feuchte Verlaufsform?

Der betroffene Patient beklagt häufig ein stark verzerrtes oder auch verschwommenes Sehen im Zentrum des Gesichtsfeldes. Gerade Linien werden nicht mehr als gerade wahrgenommen. In den Spätphasen der feuchten Form der Erkrankung sieht der Patient, wie auch in den Spätphasen der trockenen Form, einen zentralen dunklen Fleck unterschiedlicher Grösse.

Gibt es einen Selbsttest für Patienten, der einen Übergang von einer trockenen AMD-Verlaufsform in eine feuchte Form möglichst früh erkennt, sodass zeitnah ein Augenarzt aufgesucht werden kann?

Ja. Dieser Test heißt Amslertest. Der Amslertest ist ein sehr gut geeigneter Kurztest für die Selbsttestung der Makulasituation eines Auges. Er funktioniert schnell und unkompliziert und ist trotzdem erstaunlich aussagekräftig. Die Amslerkarte wird in Lesedistanz gehalten (zum Beispiel etwa 30 cm). Die Testung erfolgt mit einer Lesebrille, es sei denn, Sie sind ansonsten in der Lage, ohne eine Brille zu lesen. Der Amslertest erfolgt immer nur mit einem Auge, damit eine Aussage über die Makula des jeweiligen Auges getroffen werden kann. Das jeweils andere Auge wird abgedeckt. Mit dem zu testenden Auge muss der schwarze Punkt in der Mitte der Testtafel fixiert werden. Auffällig ist der Test dann, wenn die Linien der Testtafel nicht gerade, sondern verzerrt wahrgenommen oder wenn Linienunterbrechnungen oder ganze Flächenausfälle bemerkt werden.

Gibt es eine Therapie für meine Makulaerkrankung?

Nicht jede Makulaerkrankung ist einer erfolgversprechenden Therapie zugänglich. Bei der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration, bei der diabetischen Makulaerkrankung und bei der Makulaerkrankung nach venösen Gefässverschlüssen ist die Injektionstherapie von gefässwachstumshemmenden Faktoren („Anti-VEGF“) in den Glaskörperraum des Auges („intravitreale Injektion“) in den meisten Fällen eine sehr effiziente Therapie. Der Zustand der betroffenen Makula lässt sich stabilisieren oder sogar verbessern.

Ist die Therapie mit Medikamenteninjektionen in den Glaskörperraum eine einmalige Therapie?

Nein. Bei dieser Form der Makulatherapie handelt es sich um eine Therapie, die Wiederholungsbehandlungen erfordert. Regelmässige Verlaufskontrollen des Zustandes der Makula ermöglichen es, den Rhythmus der therapeutischen Injektionen individuell auf jeden einzelnen Patienten abzustimmen.

Führt die altersabhängige Makuladegeneration zur vollständigen Erblindung?

Nein. Von der altersabhängigen Makuladegeneration ist nur die Netzhautmitte betroffen. Deshalb entsteht im schlimmsten Fall eine zentrale Ausfallzone unterschiedlicher Größe mit den entsprechenden Konsequenzen für das Sehen, unter anderem einem Verlust der Lesefähigkeit. Die periphere Netzhaut, die für die Wahrnehmung des peripheren Gesichtsfelds verantwortlich ist, bleibt erhalten. Das ermöglicht eine Orientierung der betroffenen Patienten in ihrer räumlichen Umgebung auch in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung.

Wie kann ich mich zusätzlich über die Erkrankungen der Makula und ihre Therapie informieren?

Wir haben für Sie eine Spezialbroschüre zum Thema Makulatherapie zusammengestellt. Diese informiert Sie ausführlich über weitere Details. Fragen zu Ihrer individuellen Situation der Makula beantworten wir Ihnen gerne nach einer ausführlichen Untersuchung im Rahmen eines Termins in unserer Makulasprechstunde.

Preise

Alle von uns durchgeführten Leistungen im Zusammenhang mit der Diagnostik und Therapie von Makulaerkrankungen basieren auf national und international anerkannten medizinischen Verfahren. Ihre Kosten werden von den Schweizer Krankenkassen übernommen.
Nur in Einzelfällen sind Kostengutsprachen an die Krankenkassen erforderlich.